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ZEIT Forum Wissenschaft

Martin Grötschel, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, begrüßt das Publikum, Foto: Michael SetzpfandtJochen Taupitz, Foto: Michael SetzpfandtBirgit Mayer-Lewis, Foto: Michael SetzpfandtAnnika Ludwig, Foto: Michael SetzpfandtModerator Uli Blumenthal, Foto: Michael SetzpfandtModerator Andreas Sentker, Foto: Michael SetzpfandtDie Podiumsrunde, Foto: Michael SetzpfandtFragen aus dem Publikum, Foto: Michael Setzpfandt
Martin Grötschel, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, begrüßt das Publikum, Foto: Michael Setzpfandt
Jochen Taupitz, Foto: Michael Setzpfandt
Birgit Mayer-Lewis, Foto: Michael Setzpfandt
Annika Ludwig, Foto: Michael Setzpfandt
Moderator Uli Blumenthal, Foto: Michael Setzpfandt
Moderator Andreas Sentker, Foto: Michael Setzpfandt
Die Podiumsrunde, Foto: Michael Setzpfandt
Fragen aus dem Publikum, Foto: Michael Setzpfandt

Die ZEIT Foren Wissenschaft greifen seit 2001 bedeutende Themen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Bildung auf, die große gesellschaftliche Relevanz haben und mit bundespolitischer Beteiligung auf dem Podium diskutiert werden.

75. ZEIT Forum Wissenschaft: Eizellspende, Leihmutterschaft, Transfer von Embryonen – brauchen wir neue Regeln für die Reproduktionsmedizin?

Mehr als sechs Millionen Deutsche sind ungewollt kinderlos. Dank der rasanten Entwicklung in der internationalen Fortpflanzungsmedizin könnte heute der Kinderwunsch oft auch dann noch erfüllt werden, wenn es auf dem natürlichen Weg nicht funktioniert. Doch in Deutschland gilt ein fast 30 Jahre altes Embryonenschutzgesetz (ESchG), das viele Behandlungen nicht erlaubt. Ärzte bezeichnen die aktuelle Gesetzeslage aus wissenschaftlicher Perspektive als antiquiert, Medizinethiker als ungerecht. Und Juristen beklagen seit Langem, dass es für erhebliche Rechtsunsicherheit sorge.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften haben im Juni diesen Jahres deshalb eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie eine umfassende Neuregelung der Reproduktionsmedizin und zusätzlich ein einheitliches Fortpflanzungsgesetz in Deutschland fordern.

Denn es gilt nicht nur zu klären wie behandelt werden darf, sondern auch wer. Krankenkassen übernehmen Kosten nur dann, wenn ein Paar verheiratet ist. Und jung. Und heterosexuell. Das schließt viele Menschen aus.

Es muss also geregelt werden, was in der Reproduktionsmedizin erlaubt ist und welche Formen der Familiengründung der Staat zulässt.

Auf dem Podium

  • Prof. Dr. Annika K. Ludwig, Gynäkologin, Praxis für Frauengesundheit und Pränatalmedizin, Hamburg
  • Dr. Birgit Mayer-Lewis, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Staatsinstitut für Familienforschung, Universität Bamberg
  • Prof. Dr. Jochen Taupitz, Geschäftsführender Direktor, Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim

Gesprächsleitung

  • Ulrich Blumenthal, Redakteur "Forschung aktuell", Deutschlandfunk
  • Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT

 

74. ZEIT Forum Wissenschaft: Kunst und Kolonialismus – Was ist der richtige Umgang mit geraubten Artefakten?

Martin Grötschel, Präsident der BBAW, begrüßt das Publikum, Foto: Kevin FuchsDas Publikum beim 74. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Kevin FuchsModerator Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT, Foto: Kevin FuchsDas Podium beim 74. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Kevin FuchsArlette-Louise Ndakoze, Forscherin bei SAVVY Contemporary: The Laboratory of Form-Ideas, Foto: Kevin FuchsProf. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin und Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin, Collège de France, Paris, Foto: Kevin FuchsProf. Dr. Jürgen Zimmerer, Leiter Forschungsstelle »Hamburgs (post-)koloniales Erbe« an der Universität Hamburg, Foto: Kevin FuchsModerator Ulrich Blumenthal, Redakteur "Forschung aktuell", Deutschlandfunk, Foto: Kevin Fuchs
Martin Grötschel, Präsident der BBAW, begrüßt das Publikum, Foto: Kevin Fuchs
Das Publikum beim 74. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Kevin Fuchs
Moderator Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT, Foto: Kevin Fuchs
Das Podium beim 74. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Kevin Fuchs
Arlette-Louise Ndakoze, Forscherin bei SAVVY Contemporary: The Laboratory of Form-Ideas, Foto: Kevin Fuchs
Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin und Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin, Collège de France, Paris, Foto: Kevin Fuchs
Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Leiter Forschungsstelle »Hamburgs (post-)koloniales Erbe« an der Universität Hamburg, Foto: Kevin Fuchs
Moderator Ulrich Blumenthal, Redakteur "Forschung aktuell", Deutschlandfunk, Foto: Kevin Fuchs

Im November 1884 begann in Berlin die sogenannte »Afrika Konferenz«, die die Aufteilung und Besetzung des afrikanischen Kontinents „besiegelte“. Jahrzehntelange Unterdrückung, Folter und Ausbeutung der Menschen durch deutsche Unternehmen und Militärs in Ostafrika, Namibia, Togo und anderen Teilen Afrikas waren die Folge. Hunderttausende Afrikaner und Afrikanerinnen wurden ermordet oder verschleppt.

Bis heute besitzen europäische Museen viele Kunstobjekte, die im kolonialen Kontext gestohlen oder erworben wurden. Die Provenienzforschung untersucht die Geschichte dieser Kunst und schlägt der Politik Wege zur Restitution vor. Die in Berlin lehrende französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und Felwine Sarr, ein senegalesischer Ökonom aus Dakar, haben dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen Bericht vorgelegt und empfehlen darin, alle Kunst, die aus Afrika angefragt wird, zurückzugeben. Experten und Expertinnen aus Ostafrika kritisieren, dass sie nicht genügend eingebunden wurden und dass dieser Rücktransfer nicht organisiert werden kann. Es fehlen politische Unterstützung vor Ort, Geld und Museen.

Was ist also der richtige Weg bei der Restitution der Kulturgüter? Wie geht Deutschland mit seiner Verantwortung dabei um? Wie sehen afrikanische Perspektiven darauf aus? Werden sie genügend beachtet? Welche Folgen hat der Kolonialismus auch noch für die heutige Kunstszene und für People of Color in Deutschland?

Auf dem Podium

  • Arlette-Louise Ndakoze, Forscherin bei SAVVY Contemporary: The Laboratory of Form-Ideas
  • Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin und Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin,
    Collège de France, Paris und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Professor für Globalgeschichte und Leiter Forschungsstelle »Hamburgs (post-)koloniales Erbe« an der Universität Hamburg

Gesprächsleitung

  • Ulrich Blumenthal, Redakteur "Forschung aktuell", Deutschlandfunk
  • Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT

73. ZEIT Forum Wissenschaft:70 Jahre Grundgesetz. Wissenschaftsfreiheit – eine Erfolgsgeschichte?

Das Podium beim 73. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Phil DeraMartin Grötschel, Präsident der BBAW, begrüßt das Publikum, Foto: Phil DeraPublikum beim 73. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Phil DeraMartin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Foto: Phil DeraNadia Al-Bagdadi, Direktorin am Institute for Advanced Study an der CEU Budapest, Foto: Phil DeraAnuscheh Farahat, Professorin für Öffentliches Recht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Foto: Phil DeraFragen aus dem Publikum, Foto: Phil DeraAndreas F. Wilkes, Geschäftsführer Veranstaltungsforum, im Gespräch mit Nadia Al-Bagdadi und Anuscheh Farahat, Foto: Phil Dera
Das Podium beim 73. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Phil Dera
Martin Grötschel, Präsident der BBAW, begrüßt das Publikum, Foto: Phil Dera
Publikum beim 73. ZEIT Forum Wissenschaft, Foto: Phil Dera
Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Foto: Phil Dera
Nadia Al-Bagdadi, Direktorin am Institute for Advanced Study an der CEU Budapest, Foto: Phil Dera
Anuscheh Farahat, Professorin für Öffentliches Recht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Foto: Phil Dera
Fragen aus dem Publikum, Foto: Phil Dera
Andreas F. Wilkes, Geschäftsführer Veranstaltungsforum, im Gespräch mit Nadia Al-Bagdadi und Anuscheh Farahat, Foto: Phil Dera

Eingriffe in das menschliche Erbgut, die Entwicklung künstlicher Intelligenz, Experimente an Tieren – wie weit darf die im Grundgesetz verankerte Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre gehen?
Nach einer Umfrage des Wissenschaftsbarometers 2018 sind nur 40 Prozent der Befragten der Auffassung, dass Wissenschaftler*innen tatsächlich zum Wohl der Gesellschaft forschen, 46 Prozent sind unentschlossen. Der bedeutendste Grund, Wissenschaftler*innen zu misstrauen, ist nach Einschätzung der Befragten die Abhängigkeit von Geldgeber*innen. Wie unabhängig sind Wissenschaftler*innen? Welche Bedeutung hat die Wissenschaftsfreiheit für die offene Gesellschaft?
Doch auch die Wissenschaft selbst gerät zunehmend in Gefahr. Im internationalen Raum – in der Türkei, in Ungarn, in den USA – ist Wissenschaftsfreiheit in den letzten Jahren stark unter Druck geraten. Wie verteidigen wir die Freiheit des Forschens und Denkens?

Auf dem Podium

  • Prof. Dr. Nadia Al-Bagdadi, Direktorin, Institute for Advanced Study und Professorin am Institut der Geschichtswissenschaften, CEU, Budapest
  • Prof. Dr. Anuscheh Farahat, Professorin für Öffentliches Recht, Migrationsrecht und Menschenrechte an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg und Mitglied der Jungen Akademie
  • Prof. Dr. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft

Gesprächsleitung

  • Ulrich Blumenthal, Redakteur "Forschung aktuell", Deutschlandfunk
  • Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT
  • Fundamente des Wir - Was sind unsere Tugenden noch wert?
  • Hirn aus dem Labor – die neuen Möglichkeiten der Organzucht
  • 70 Jahre WHO - Wie gesund ist die Welt?
  • Das dritte Geschlecht - Nicht nur eine Frage des Rechts!
  • Expertise in der Krise
  • Sprache.Macht.Politik
  • Verteidigt die Aufklärung! Wissenschaft im postfaktischen Zeitalter
  • Mensch und Maschine - Die Macht der Algorithmen
  • Die Kunst des Verzichts
  • Irgendwohin - nirgendwohin - Exzellenzinitiative: Wohing geht die Reise?
  • Wunderpflanzen, Designerbabys: Die Neugeburt der Gentechnik – unerreicht präzise, unerreicht sicher?
  • In der Krise liegt die Kraft
  • BIG-DATA: Das Ende von Autonomie und Privatsphäre?

Daten und Informationen

17. September 2019
19.00 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Eine Live-Übertragung sendet Deutschlandradio in „Dokumente & Debatten" im Digitalradio DAB+ und im Livestream unter www.deutschlandradio.de. Eine Zusammenfassung der Diskussion sendet Deutschlandfunk auf UKW am 30.09.2019 um 19:15 Uhr in der Sendung „Auf den Punkt".

Veranstalter

Kooperationspartner

  • VERANSTALTUNGSFORUM
    HOLTZBRINCK PUBLISHING GROUP

     

    Taubenstraße 23
    10117 Berlin
    Geschäftsführer
    Andreas F. Wilkes

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