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29.05.2019

Bis heute besitzen europäische Museen viele Kunstobjekte, die im kolonialen Kontext gestohlen oder erworben wurden. Die Provenienzforschung untersucht die Geschichte dieser Kunst und schlägt der Politik Wege zur Restitution vor. Die in Berlin lehrende französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und Felwine Sarr, ein senegalesischer Ökonom aus Dakar, haben dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen Bericht vorgelegt und empfehlen darin, alle Kunst, die aus Afrika angefragt wird, zurückzugeben. Experten und Expertinnen aus Ostafrika kritisieren, dass sie nicht genügend eingebunden wurden und dass dieser Rücktransfer nicht organisiert werden kann. Es fehlen politische Unterstützung vor Ort, Geld und Museen. Was ist also der richtige Weg bei der Restitution der Kulturgüter? Wie geht Deutschland mit seiner Verantwortung dabei um? Wie sehen afrikanische Perspektiven darauf aus? Werden sie genügend beachtet? Welche Folgen hat der Kolonialismus auch noch für die heutige Kunstszene und für People of Color in Deutschland?

 

Podiumsrunde

  • Arlette-Louise Ndakoze, Forscherin bei SAVVY Contemporary: The Laboratory of Form-Ideas
  • Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin und Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin, Collège de France, Paris und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Professor für Globalgeschichte und Leiter Forschungsstelle »Hamburgs (post-)koloniales Erbe« an der Universität Hamburg

Datum: 29. Mai 2019, 19:00 Uhr
Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin


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